Arnie Zimmermann


1954 in Poughkeepsie, NY, USA geboren » 1977 BFA, Kansas City Art Institute, Kansas City, MO » 1979 MFA, New York State College of Ceramics in Alfred, NY » 1989 & 1991 Aufenthalt Gießerei Kohler Co, Kohler, USA, WI Arts Industry Program » 2000 Aufenthalt auf Einladung in Shigaraki, Japan, Shigaraki Ceramic Cultural Park » 2005 Aufenthalt auf Einladung in Icheon, Korea, World Ceramic Exposition Foundation » 1987-2014 diverse Einzel-/ Gruppen- & Dauerausstellungen in den USA, Europa, Japan, Korea


Die weiteste Anreise zum „Spielraum 122“ hatte der US-Amerikaner Arnie Zimmerman. Der in Kansas City (Kansas City Art Institute) und New York (Alfred College of Ceramic Art ) studierte Künstler arbeitet als keramischer Bildhauer freischaffend in New York. Ausstellungen und Teilnahmen an Symposien führten ihn an zahlreiche Orte in seinem Heimatland sowie nach Europa und Asien. Die Teilnahme am Triptiser Symposium brachte ihn allerdings zum ersten Mal nach Deutschland. Er folgte der Einladung aber nicht allein aus dem Interesse an fremden Ländern, deren unterschiedliche Einflüsse er aufnimmt und verarbeitet. Ihn reizte auch die Vorstellung, in einer Fabrik Kunst zu machen. Die Nähe, die sich zu den Produktionsabläufen und den Mitarbeitern herstellen ließ wie auch die Kommunikation waren ihm wichtig. Hinter dieser Haltung steht sein Verständnis von Kunst. Er betreibt keine „L’art pour l’art“. Sein Oeuvre hat sich in den Jahrzehnten des Schaffens nicht vom Werkstoff Ton entfernt. Formen und Größen hingegen variieren. Ausgedehnte raumfüllende Installationen gehören ebenso zum Werk von Arnie Zimmerman, wie kleine Figuren oder mit Porträts gestaltete Teekannen. In allen Schöpfungen sind Erzählungen intendiert. Diese kann der Betrachter für sich interpretieren. In Triptis schuf der Künstler eine große Zahl einzelner Tassen. Diese bearbeitete er individuell. Sein Vorhaben, auch aus gleichen Gussformen zahllose Unikate zu schaffen, die letztlich gemeinsam an einem „Baum“ hängen, ist ihm gelungen. Keines seiner Stücke gleicht einem anderen, weder formal noch farblich. Letztlich entstand so eine große Skulptur, die in ihren Teilen unterschiedliche Ausdrücke transportiert und sich öffnet für Ideen. Arnie Zimmerman schuf zudem unterschiedliche Vasen, deren Grundform vom Abguss eines Porzellanmassestranges kommt. Die banale Herkunft bleibt erkennbar und doch sind die Gefäße ganz individuelle wie edle Porzellangestaltungen.

 

Christine Dorothea Hölzig

Kuratorin der Spielräume 122 und 125


Ausgewählte Objekte

 
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