Helmut Frank


1954 in Mettlach-Weiten, Deutschland geboren » 1968 Lehre als Kerammodelleur » Staatliche Prüfung an der Fachschule für Porzellan in Selb, Johann-Friedrich-Böttger-Institut / Werkkunst Abteilung » Seit 1975 Produktentwickler bei Villeroy & Boch » Ausbildung als Ausbilder bei der IHK des Saarlandes » Design Patent für New Wave Caffé » 2011: 40-jähriges Firmen-Jubiläum bei Villeroy & Boch


Der Designer und Modelleur Helmut Frank erfuhr seine Ausbildung vor rund 45 Jahren bei der Villeroy & Boch AG und an der Fachschule für Porzellan im bayerischen Selb. Sein gesamtes Berufsleben ist er dem Werkstoff Porzellan treu geblieben. Er ging nach der Berufsausbildung in die Industrie. Beim traditionsreichen Hersteller Villeroy & Boch im Saarland konnte er 2011 sein 40-jähriges Firmenjubiläum feiern. Da sein berufliches Arbeitsmittel schon lange hauptsächlich der Computer ist, ließ er sich rasch für die Teilnahme am „Spielraum 122“ begeistern. Er wollte die Chance nutzen, wieder direkt mit dem Porzellan zu experimentieren. Für den Zeitraum des Workshops nahm er sich Urlaub. Im Nachhinein ist er glücklich mit dieser Entscheidung, denn es waren für ihn ungewöhnliche und in besonderer Weise anregende Ferien - eine Reise mit dem Material Porzellan. Helmut Frank brachte nach Thüringen bereits eine eigene Gussform für eine große Schale mit. In der Werkstatt des Triptiser Formbaumeister Jörg Kubusch baute er weitere Formen für steilere und flachere Schalen, für Tassen und Becher. So schuf er hauchdünne Stücke, deren Dicke und Strukturen er allein durch das Eingießen der Porzellanmasse provozierte. Der vorkalkulierte Zufall bescherte vor allem den Schalen unterschiedliche Muster und Oberflächen. Mit Stempeln drückte Helmut Frank zudem weitere Muster auf. Andere Schalen bearbeitete er so, dass er Durchbrüche erreichte. Besonders im Gegenlicht wird die Transluzenz der unglaublich dünnwandigen Objekte sichtbar. Die im Material gemusterten Oberflächen verleihen den Schalen eine virtuose Anmutung. Helmut Frank stützt sich auf die Wirkmächtigkeit der Kombination und setzte so gut wie keine Farben ein, glasierte wenig. Die Oberflächen sind pur poliert und schimmern matt. Die Stücke sind zarte Poesie aus Porzellan.


Ausgewählte Objekte

 
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