Dawid Zynda


1988 in Poland geb. » 2013 MA (Master of Arts), Eugenisz Geppert Kunsthochschule, Wroc?aw » seit 2013 Assistent an der Eugeniusz Geppert Kunsthochschule, Wroc?aw » Teilnahme an diversen internationalen Wettbewerben und Ausstellungen in Österreich, Lettland, Slowenien, Deutschland, Italien » ausgewählt für: UNICUM 2015 - 3th Internationale Triennale der Keramik in Ljubljana (Slowenien) & Internationaler Wettbewerb „Talente“ 2014 in München (Deutschland)


2012 trug eine Ausstellung des polnischen Künstlers in Cz?stochowa den Titel „Die Deformation des Raumes“. Keramische Kunst als Wirkungsfaktor im Raumkontinuum? Dawid ?ynda interessiert sich für die Dynamisierung von Formen. Und dabei bringt er Objekte nicht nur ganz real durch die Herstellung auf der Töpferscheibe in Bewegung. Seine Werke scheinen Kräfte in sich zu tragen, die im nächsten Augenblick Veränderungen hervorrufen können oder sie wirken wie kurz angehalten, ja aufgehalten in ihrer Bewegung durch Raum und Zeit. Auch in Triptis arbeitete er mit diesem Thema. Für seine „herd of the fastest rabbits“ hat er eine klassische Form aus dem Bestand der Porzellanfabrik bearbeitet. Der Künstler beschnitt sie im Negativ und damit ohne sichere Kontrolle, was genau passiert. Die Mischung aus glattem, wohlgebildeten Körper und dem Herausgerissen-Sein aus der Form birgt den Eindruck des Fliehens - vor der Zeit, aus dem Raum. Ähnlich erarbeitet ist die Hundefigur „dog the dynamic“. In die Installation sind zudem Formteile anderer Gestaltungen integriert, eigentlich Teile aus dem Herstellungsvorgang. Die „extra super supports“ sind ebenfalls Entdeckungen des Künstlers aus dem Machen heraus. Sie sicherten die „sisters night and death“ während des Brennvorganges ab. Nun stützen sie sich, geben sich Wert und Halt wie dem Raum eine Pyramide. Die „Schwestern Nacht und Tod“ ist die poetischste Arbeit unter den verschiedenen, die Dawid ?ynda in Triptis geschaffen hat. Durch die Veränderung der Form sind die weiblichen Körper verwandelt, entmaterialisiert, ins Werden und ins Vergehen gestürzt. Sie erscheinen wie aus der Antike herübergerettet - einerseits wunderschön, anderseits zerstört. Es schleicht sich aber auch das Gefühl ein, sie könnten aus wogenden Wellen oder von Computer gesteuerten Cuts gerade gebildet werden.

 

Christine Dorothea Hölzig

Kuratorin der Spielräume 122 und 125


Ausgewählte Objekte

 
© Copyright 2017 Neue Porzellanfabrik Triptis GmbH | Impressum | Datenschutzerklärung