Natalia Lenzendorf


1986 in Wotkinsk/ Russland geb. » 2003 - 2004 Kunststudium an der Kunsthochschule Wotkinsk/ Russland » 2004 Umzug nach Deutschland » 2006 - 2008 Fachabitur in Leipzig » 2008 - 2011 Ausbildung zur Glasveredlerin Fachrichtung Glasmalerei in Leipzig » 2011 - 2016 Bachelorstudium in der Fachrichtung Keramikund Glasdesign an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle/Saale


Natalia Lenzendorf agiert im Spannungsfeld von Handwerk und Design. Mit Interesse hinterfragt sie klassische wie moderne Formen auf Ausstrahlung und Nutzung. Dabei geht sie offen auf den Betrachter zu, dem sie es bisweilen sogar überlässt, ihren Objekten eine Funktion zuzuerkennen oder diese frei davon zu sehen. Versiert in traditioneller Fertigung prüft die Designerin auch ganz neue Technologien, wie zum Beispiel das Rapid Prototyping, die Herstellung von Objekten in 3D-Modellierung und 3D-Druck. Bisher bot ihr die Kunsthochschule in Halle Platz und Technik dafür. Zum „Spielraum“ kam Natalia Lenzendorf gut vorbereitet mit eigenen Formen aber auch der Vorstellung, diese zu kombinieren. Der Fundus der Triptiser Fabrik sollte als Inspirationsquelle dienen. Ihr Gestaltungswille zielte auf Gefäßtypen, die sie aber zum großen Teil mit einer gestalterischen, von der Natur angeregten Bearbeitung aus der Funktionalität herausführte. Die Schalen der Werkgruppe „Flora“, deren Formen ihren Ursprung in der Geschirrfabrikation haben und eigentlich zur Bereitung sowie Darbietung von Speisen dienen, wurden von Natalia Lenzendorf in optisch und haptisch reizvolle Blütenkelche umgewandelt. Auf die „Feuerkoralle“ garnierte sie ähnlich aus eigenen Formen gefertigt Röhren. Doch mit der nun nicht konkaven sondern konvexen Grundform entsteht eine ganz andere Wirkung. Das Spiel um Funktionalität und deren Aufgabe wird in den beiden Werkgruppen „Landscapes“ und „Terra“ zelebriert. Kleine Dosen bilden die Grundformen für die erste Gruppe. Sie werden mit Abformungen von in der Natur gefundenen Ästen kombiniert, welche als Knauf fungieren (falls sich das Gefäß öffnen lässt). Zueinander gestellt fügen sie sich zum Bild einer kleinen Landschaft. Zu welchem sich auch die Schalen der Objektgruppe „Terra“ vereinigen.

 

Christine Dorothea Hölzig

Kuratorin der Spielräume 122 und 125


Ausgewählte Objekte

 
© Copyright 2017 Neue Porzellanfabrik Triptis GmbH | Impressum | Datenschutzerklärung