Nela Havlíckova


1988 in Marienbad/Tschechische Republik geb. » 2003-2007 Fachschule für Keramik in Karlsbad - Studium Visuelle Verarbeitung von Keramik und Porzellan » 2011 Bachelor of Arts, Keramik und Porzellandesign, J. E. Purkyne Universität in Usti nad Labem, Tschechische Republik » 2013-2014 Leonardo Stipendium für Praktikumsaufenthalt in der Porzellanmanufaktur Raupach in Peritz und Keramikstudio Frauke Alber in Bremen » 2014 Master of Arts - Product Design and Applied Art (Porcelain, Ceramics and Glass) an der Burg Giebichenstein in Halle/Saale » 2014 Förderpreis Perron-Kunstpreis in der Sparte Porzellan » seit Januar 2015 selbstständige Porzellandesignerin im eigenen Porzellanstudio Nela porcelán in Marienbad, Tschechische Republik


Nela Havlíckova führt in Marienbad ein eigenes Porzellanstudio mit persönlicher Marke. Der Mut zur Selbstständigkeit folgt aus ihrer Liebe zum Porzellan, die sie schon früh entdeckte. Bereits an der Fachmittelschule in Karlsbad wandte sie sich dem „weißen Gold“ zu. Die verschiedenen Stationen ihres Studiums verbanden dann stets die Themen Design und Porzellan. Heute interessiert sie die Arbeit mit eigenen Entwürfen, die sich im Kern stets um das klassische Thema Gefäß bewegen. Von einer ersten Skizze ausgehend, baut sich Nela Havlíckova Formen zum Gießen der Porzellanmasse. Im „Spielraum“ nutzte sie dann sowohl aus dem heimischen Atelier mitgebrachte wie aus der Produktion stammende Formen. In der Weiterverarbeitung strebt sie stets eine Individualisierung der einzelnen Objekte an. Strukturen und Farben lassen unterschiedliche Stimmungen aufkommen. So verkörpern die kleinen im Symposium entstandenen Schalen allein fünfundzwanzig Möglichkeiten der Dekoration ein und desselben Gefäßes. Dazu verwendete Nela Havlíckova unterschiedlich blaue Glasuren, auch Lösungsfarben, Oxide und mehr. Zum anderen nutzte sie variantenreich das Repertoire von Punkten, Strichen und Kontrasten - ohne zu übertreiben - der Form und dem Gefäß entsprechend. Die Oberflächen ihrer Triptiser Vasen sind selten glatt und glänzend, sondern meist strukturiert und haptisch reizvoll. Die Vasenkörper entstanden dabei vor allem nach Mustern aus Wellpappe. Technisch und optisch hoch interessant sind Nela Havlíckovas Papierschalen und -objekte. Dabei bringt sie in eigener Methode, geduldig und gekonnt, Papierschnipsel in die Formen ein. Damit lässt sie die Gefäße in die Höhe wachsen. Im Brand vergeht das Papier. Die zart aufgetragene Porzellanmasse bleibt stehen. Ihr gelingen so feine Gestaltungen, filigrane Ränder und durchscheinende Strukturen.

 

Christine Dorothea Hölzig

Kuratorin der Spielräume 122 und 125


Ausgewählte Objekte

 
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