Sarah Bräuner


1987 in Berlin geb. » hat Produktdesign an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und der Emily Carr University Art + Design in Vancouver studiert » Sie sammelte bereits Arbeitserfahrung als Gestalterin und Modellbauerin in den Studios von Mark Braun, Tina Roeder und Claudia Schoemig Porzellan


Im Schaffen der Berliner Produktdesignerin spielt ein Thema eine herausragende Rolle: Das Geschirr als Ideengeber und Anreger für eine intensive Auseinandersetzung mit Ess- und Trinkgewohnheiten. Sarah Bräuner denkt dabei über klassische Rituale nach, nimmt deren Inspirationsmomente auf und entwickelt Modifizierungen wie auch Neuerungen. Ihre Grundhaltung dahinter lautet, dem Geist unserer gegenwärtig atemlos eilenden Zeit Handlungen entgegenzusetzen, die Ruhe mit sich bringen. Die Designerin will darauf aufmerksam machen, Essen und Trinken nicht als hektische Fastfood-Aufnahme zu verstehen, sondern als einen Teil unserer Kultur zu pflegen, den Nahrungsmitteln mit Respekt zu begegnen - das beschränkt sich nicht bloß auf den Einkauf. Es spielt eine Rolle, womit man sie bereitet und woraus man sie zu sich nimmt. Nach Triptis brachte Sarah Bräuner die Positivform ihrer Filterkaffeekanne „Coffea Caeremonia“ mit. Formenbau und die Ausführung in Porzellan waren ihr Ziel. Ihr Design - bei welchem der Filter gleichfalls als Deckel fungiert, somit nach dem Brühvorgang auf der Kanne verbleibt und darin dann natürlich auch das Kaffeepulver sichtbar ist - gab es bisher nur in einer Glasvariante. Aber Porzellan und Heißgetränk, Kanne und Filter, Kaffeeduft und weißer Scherben - dies sind positiv zusammengehende Motive. Die Gestaltung macht in besonderer Weise auf den Zubereitungsvorgang aufmerksam, überrascht dabei mit der Offenlegung des Filters und bestätigt sich in der geglückten Verbindung durch den Korkring. Mit einer aktuellen Tassenform der Triptiser Produktion, die Sarah Bräuner sowohl dünnwandiger goss als auch henkellos beließ, probierte sie variantenreich Dekorationen in Blau-Weiß. Spielerisch entstanden auch Schmuckstücke aus Löffelteilen, heterogene Geschirrsets und die Objektgruppe der Hasen mit den Korkprothesen.


Ausgewählte Objekte

 
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