Sarah Pschorn


1989 in Dresden geb. » 2008-2009 Praktikum in der Töpferei des Omse e.V. Dresden bei Gunther Neustadt » 2009- 2015 Studium an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle/Saale in der Klasse Kunst/Plastik/ Keramik » 2012 Jahresstipendium des DAAD zur künstlerischen Weiterbildung » 2012-2013 Auslandsstudienjahr an der Bezalel Academy of Art and Design Jerusalem, Israel, Fachbereich Fotografie und Keramik » 2015 Diplom, Keramik/Plastik/Kunst, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle/Saale » seit 2016 freischaffend in Leipzig tätig


Die Kunstwerke der Leipzigerin basieren auf Gegenständen, die ihr im Alltag begegnen. Dabei ist sie vor allem begeistert vom Objekt Gefäß. Darin entdeckt sie Dynamik und Grundkörper für Kompositionen. Stets in Verbindungen gebracht, schafft Sarah Pschorn damit ausdrucksvolle Charaktere. Ihre Plastiken geben Stimmungen, tragen Spannungsvolles in sich. Mit verschiedenen Formen - und nach diesem Prinzip ist sie auch in Triptis vorgegangen - schafft sie im gestaltenden Umgang Figurationen, denen man die Herkunft vom Gefäß noch ansieht. Eine ihrer künstlerischen Methoden beruht darauf, Objekte aus ihrer ursprünglichen Bestimmung herauszulösen, zu überformen und neu zu interpretieren. Deshalb kam sie auch nach Triptis zum „Spielraum“ konsequent ohne eigene Formen. Vielmehr arbeitete sie mit werkseigenen Modellen, die sie verformte, kombinierte und mit Farben sowie Dekoren, vor allem aus dem Fundus der Fabrik, gestaltete. Ziel war es, etwas von unserem Zeitgeist in den Objekten widerzuspiegeln und Einflüsse aus dem Entstehungsort kenntlich zu machen. Bewusst arrangierte die Künstlerin ihre Mischungen, die auch Gegenstände aus Glas und Plastik aufnehmen, um Anmutungen persönlicher Dimensionen hineinzutragen. Was ist modern? Das ist heute sowohl eine individuell zu beantwortende Frage, wie es gleichwohl ein Spiegel geschmacklicher Freiheit ist. Nebeneinander können barock Prunkvolles stehen, die Sachlichkeit des Bauhauses und schwungvoller Jugendstil. Sarah Pschorns Werke geben dazu die Probe aufs Exempel, ganz bewusst auf Perfektion verzichtend. Die Arbeit mit dem plastischen Material - im Symposium das Porzellan - bleibt in Spuren sichtbar. Auch Fehler, wie das Einsinken einer Form, Risse oder ähnliches werden in den Prozess des Machens gestalterisch aufgenommen. Dass manches in der Nahsicht einen gewissen Witz offenbart, prägt die Haltung der Künstlerin.


Ausgewählte Objekte

 
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